Beraterprofil: Martin Kargl im Gespräch

Eine der Aufgaben, die uns am meisten Freude bereitet, ist die Identifikation, Auswahl und Betreuung hochqualifizierter und -engagierter selbständiger (Freelance) Consultants für unsere Plattform. In Zukunft stellen wir an dieser Stelle regelmäßig BeraterInnen vor, die ein paar Fragen zu sich selbst und zu ihrem Konnex zu KLAITON beantworten.

Unser erstes Interview: Martin Kargl

Martin Kargl

Martin Kargl

Nach seinem Wirtschaftsstudium und einer Reihe an Gaststudienaufenthalten und Praktika im In- und Ausland war Martin über fünf Jahre als Strategieberater bei McKinsey & Company im Wiener Büro tätig, wo er an Projekten mit Schwerpunkt Automotive und Prozessindustrie arbeitete. 2011 gründete er in München gemeinsam mit Partnern die Firma VIQOY, ein neuartiges Systemgastronomiekonzept. Seit ca. 2 Jahren ist er als selbständiger Berater in den Bereichen Strategie, Organisationsentwicklung, Lean Operations und Supply Chain Management, sowie Entrepreneurship und Start-up Entwicklung im Einsatz. Daneben führt er einen Familienbetrieb mit Reitpferden und Forstwirtschaft in der Steiermark und sucht interessante Geschäftsideen für neue Start-up-Unternehmen.

Tina (KLAITON): Martin, mit Deinem Hintergrund als Strategieberater: was ist Dein strategischer Blick auf die Beratungsbranche? Welche Umwälzungen nimmst Du wahr?

Martin: Meine Kunden geben sich nicht mit Strategien zufrieden, die von Beratern in Hinterzimmern entwickelt werden. Sie wollen, dass diese mit und durch ihre Mitarbeiter geformt werden – die Berater sind als Sparring-Partner für innovative Problemlösung, Einbringer von Best Practices aus anderen Industrien oder anderen Klienten und Taktgeber für den Prozess dabei – die Expertise soll aber im Unternehmen aufgebaut und gehalten werden. Berater sollten sich auf die Geschwindigkeit ihrer Kunden auch anpassen können – somit ist manchmal das Modell „Projektleiter plus 2 Berater“ für 8 Wochen (wie es in den traditionellen Beratungshäusern typisch ist) wenig gut geeignet – oft braucht es vielmehr eine „long thin“-Unterstützung: 2-3 Tage pro Woche, dafür aber über einen längeren Zeitraum. Das spiegelt sich auch im vermehrten Fokus auf Implementierung wider – auch hier sollen Berater unterstützen. Dann aber nicht im Vollzeit-Modus sondern auch eher als Sparring-Partner und Moderator. Das können große Beratungen meist schwierig abbilden – eine ausgezeichnete Nische für Berater wie mich, die flexibler zur Verfügung stehen können.

Tina: Warum hast Du Dich dafür entschieden, als Freelance Berater zu arbeiten, anstatt Dir wieder eine fixe Anstellung zu suchen?

Martin: Da ich neben meiner Beratungstätigkeit weiter unternehmerisch tätig bin und auch eine Landwirt- und Forstwirtschaft betreibe, kann und will ich nicht ausschließlich für einen Arbeitgeber tätig sein. Ich arbeite viel lieber unabhängig und suche mir meine Projekte – entsprechend meinen Themen-Schwerpunkten aber auch entsprechend meiner zeitlichen Ressourcen – selber aus. Ich benötige auf Grund meines Beratungsschwerpunktes kein großes Backoffice und auch keine Heerscharen von Knowledge-Support-Leuten. Umgekehrt kann ich meinen Kunden flexibler zur Verfügung stehen wenn ich unabhängig und breiter aufgestellt bin. Für mich aktuell einfach eine Win-Win-Situation.

Tina: Was sind die Risiken bzw. die größten Unsicherheiten/Herausforderungen im Zusammenhang mit der Selbständigkeit als Freelancer?

Martin: Größere Projekte kann ich meist nicht anbieten, da meine eigenen zeitlichen Ressourcen endlich sind und ich aktuell keine Mitarbeiter einstellen möchte. Somit fehlt mir einerseits die Breite, um mehr Themen abdecken zu können und andererseits die Manpower, um umfassendere Projekte umsetzen zu können. Hier ist natürlich eine qualifizierte Truppe à la KLAITON sehr hilfreich, um gemeinsam mit anderen selbständigen Beratern auch diese Projekte anbieten und erfolgreich umsetzen zu können. Hilfreich ist natürlich auch, wenn durch einen schlagkräftigen und kostengünstigen Support im Bereich Projekt-Initiierung und Abrechnung Zeit von mir freigespielt wird. Und nicht zuletzt die Verbreiterung der potenziellen Kundenbasis durch vorgelagerte Akquise – damit meine ich konkrete Kontaktanbahnung und laufende Gespräche mit potenziellen Kunden in Hinblick auf anstehende Beratungsprojekte – eine gute Sache, zumindest in den Zeiten, in welchen ich freie Kapazitäten habe.

Tina: Warum findest Du das Konzept von KLAITON sinnvoll bzw. was sind aus Deiner Sicht die größten Vorteile davon, bei KLAITON dabei zu sein?

Martin: Das ist vor allem der Zugang zu noch unbekannten Kunden und spannenden Projekten, aber auch der Austausch mit gleichgesinnten Beratern. Wichtig erscheint mir, dass durch KLAITON größtmögliche Transparenz in Hinblick auf die Projektbedürfnisse der Kunden aber auch in Hinblick auf die Fähigkeiten und Ressourcen der Berater geschaffen wird. Wenn dadurch der „Fit“ zwischen Kundenprojekt und Berater von Anfang an stimmt, dann verlaufen auch die Projekte schneller, effektiver und erfolgreicher. Dadurch wird die Zeit, die im Vorfeld für entsprechende Faktensammlung und Abstimmung aufgewendet wird, mehr als wettgemacht – ein klarer Value Add den KLAITON schaffen kann.

Tina: Danke für Deine Zeit und Deine Inputs!