Digitale Nomaden: Die Zukunft ist jetzt

Freelancing 2_Blog kleinDer Sommer bietet immer wieder Überraschungen! So auch die Erkenntnis, dass sich genug Neugierige finden, die trotz unglaublicher Hitze im Sektor5 (ein gutbesuchter Co-Working Space im 5. Bezirk in Wien) zusammenkommen, um unter dem Titel „3 Freelancers, 3 Stories“ über das Thema „Freelancing“ zu sprechen. Über 100 Interessierte lauschten also gespannt, als eine Handvoll „digitaler Nomaden“ über ihr Leben und ihre Erfahrungen in der absoluten Unabhängigkeit sprachen.

Kathrin Folkendt

Kathrin Folkendt

Die selbständige Marketing Beraterin Kathrin Folkendt fand sich an einem Punkt in ihrer Karriere wieder, wo sie nicht sehr glücklich war. Inspiriert durch ein YouTube Video realisierte sie, dass ihre Träume nicht wirklich aufgehen und verlegte kurzerhand ihren Wohnsitz nach Chiang Mai/Thailand, um von dort aus remote für diverse Kunden zu arbeiten. Kathrin erzählte von ihrer  Aktion „7 Start-ups in 7 Tagen“ sowie diversen „Standard“-Business Models für Freelancer wie z.B. „Dropshipping“ (e-commerce), Affiliate Marketing, (Kindle) Publishing, Blogging, Amazon FBA (Fulfilled by Amazon). Eine wichtige Conclusio des Thailand-Abenteuers: Remote Arbeit umfasst oft eher ausführende Tätigkeiten, dafür ermöglicht sie aber völlige zeitliche und örtliche Flexibilität und damit das Kennenlernen anderer Menschen und Kulturen.

(Übrigens: soeben hat Kathrin das neue Online Magazin 12percent.org gegründet, das sich den 12% weiblichen Gründerinnen der österreichischen Start-up Szene und deren Stories widmet. Tolle Initiative!)

Elisabeth Oberndorfer

Elisabeth Oberndorfer

Elisabeth Oberndorfer verfolgte einen langjährigen Traum und zog für zwei Jahre als selbständige Journalistin nach San Francisco. Inhaltlich ist sie spezialisiert auf Business & Technologies; sie schreibt bei Wired Germany, t3n, Gründerszene und anderen. Weil viele ihrer Stories nicht von traditionellen Zeitungen bzw. Magazinen aufgegriffen wurden, da die Themen zu weit „vor ihrer Zeit“ in Europa waren, gründete sie kurzerhand ihr eigenes digitales Magazin Fillmore, in dem sie über Wirtschaft und Innovation in Silicon Valley und Europa schreibt. Elisabeth ist inzwischen zurück nach Wien gezogen, reist aber regelmäßig in die USA. Ihre Tipps an Freelancer: mach dir deine eigenen Regeln, „Be so good they can’t ignore you.“ (Steve Martin), „If you work really hard and you’re kind, amazing things will happen.“ (Conan O’Brien) und am allerwichtigsten: „never stop hustling“.

Monika Kanokova

Monika Kanokova

Auch Monika Kanokova verdient sich ihren Lebensunterhalt als selbständige Beraterin. Ihr Buch „This year will be different“ gibt Tipps für das Freelancer-Leben: wie man Kunden findet, wie man „Trockenphasen“ (mit wenig Aufträgen) sinnvoll nutzt, uvm. Ihre wichtigsten Ratschläge an das Publikum: sei immer offen, netzwerke viel und stelle sicher, dass die Personen, die Du triffst, wissen was Du für sie tun kannst; wisse wofür Du stehst, engagiere Dich in spannenden Seitenprojekten, zeige 100%iges Commmitment, betrachte Dich selbst als ein Business, suche Dir zitierbare Referenzen und Testimonials und habe eine langfristige Vision.

 

 

Tolle Frauen, ein roter Faden:

  • Hochkompetente, gut ausgebildete und engagierte Menschen wählen immer mehr, ihr Leben völlig abseits klassischer Karrierepfade zu organisieren. Ihnen sind Freiheit, Unabhängigkeit und persönliche Erfüllung am wichtigsten.
  • Es gibt inzwischen unendliche Möglichkeiten für Freelancer – sowohl was Selbstvermarktung und Netzwerk/Sales/Marketing, als auch was Innenorganisation und Effizienzsteigerung betrifft. Die Tools, die zur Verfügung stehen, öffnen völlig neue Horizonte und senken die Eintrittsbarriere in die Welt der Selbständigkeit. Allerdings sind die verschiedenen Angebote bisher sehr stark auf Freelancer aus den Technologie- und Kreativbereichen ausgerichtet.
  • Für Freelancer, die im Ausland gelebt und gearbeitet haben, ist die Rückkehr nach Österreich teils sehr schwierig. Österreich erscheint äußerst konservativ und stabil, festgefahren in seinen eigenen kleinen Strukturen und Bürokratien.

Danke für die spannenden Vorträge! KLAITON leistet bereits jetzt einen großen Beitrag dazu, top UnternehmensberaterInnen tolle Unterstützungsmechanismen zur Verfügung zu stellen und Unternehmen effizienten Zugriff auf die besten BeraterInnen zu ermöglichen. Und natürlich auch in der österreichischen Wirtschaft mit einem höchstmodernen Modell großen Wert zu stiften.

Wir freuen uns auf viele weitere Diskussionen über die Zukunft der Arbeitswelt und die Implikationen auf die Consultingbranche!