Worauf kommt es bei der Coachauswahl an?

Das Auswahlverfahren unserer Coaches: Worauf kommt es an? - Grafik 2

Birgit Fordinal, Head of Coach Relations, erzählt uns im Interview wie das 4-stufige Auswahlverfahren ein multidimensionales Bild der Coaches entstehen lässt und warum dieses für den perfekten Match zwischen Coachee und Coach so essentiell ist.

 

Raphaela: Liebe Birgit, bei unserem letzten Gespräch hast du erzählt, worauf es beim Auswahlverfahren von KLAITON BeraterInnen ankommt. Heute wollen wir näher auf das Auswahlverfahren von KLAITON Coaches eingehen. Worum geht es in der ersten Stufe, dem Telefoninterview?

 

Das Auswahlverfahren unserer Coaches: Worauf kommt es an? - Grafik 3

Birgit: Aufbauend auf den zahlreichen Learnings aus dem Beraterprozess, haben wir das Auswahlverfahren für unsere Coaches ebenfalls in vier Schritte gegliedert. Beim Telefoninterview geht es einerseits um eine grundlegende Überprüfung der Qualifikationen der Coaches. Dabei interessiert uns zu Beginn welche Schwerpunkte und Ausbildungen der/die Coach hat. Es handelt sich dabei aber vor allem um ein gegenseitiges Kennenlernen, bei dem es darum geht festzustellen, ob der/die Coach zu KLAITON passt und bei dem auch die Möglichkeit besteht, eventuell bereits aufgetretene Fragen zu klären. Wichtig ist für uns, dass der/die Coach mit seinem/ihrem jeweiligen Erfahrungshintergrund zu der Art von Management-Coaches zählt, die wir in unserem Coach Pool bieten: Hochqualifizierte Coaches mit reichlich Erfahrung.

 

Raphaela: Die zweite Phase des 4-stufigen Auswahlprozesses besteht aus einem Online-Verfahren, um den/ die Coach noch besser kennen zu lernen. Was sagen Verhaltenspräferenzen über die Arbeit eines/er Coach aus?

 

Das Auswahlverfahren unserer Coaches: Worauf kommt es an? - Grafik 4

 

Birgit: Jede/r Coach durchläuft vorab unser Online-Verfahren, bei dem es ganz stark um die Verhaltenspräferenzen der Coaches geht. Hier geht es darum zu erfahren, was ihm oder ihr wichtig ist und wie er/sie sich selbst wahrnimmt. Für uns sind dabei vor allem auch jene Punkte interessant, wo wir eine Antwort anders erwartet hatten. Beispielsweise wenn wir eine/n Coach im bisherigen Gespräch völlig anders wahrgenommen haben, als das Online-Verfahren seine/ihre Selbsteinschätzung widerspiegelt. In so einem Fall ist es besonders spannend, dies in einem anschließenden Gespräch zu hinterfragen und gemeinsam zu reflektieren.

 

Raphaela: Die dritte Phase des 4-stufigen Auswahlverfahrens besteht aus einem persönlichen Gespräch. Was erwartet die Coaches dabei?

 

Das Auswahlverfahren unserer Coaches: Worauf kommt es an? - Grafik 5

 

Birgit: Beim persönlichen Gespräch geht es uns ganz stark um einen gegenseitigen Austausch. Dabei richten wir unseren Blick direkt in die Praxis, um zu sehen, ob der/die Coach von der Persönlichkeit her auch zu KLAITON passt: Um welche Persönlichkeit und welchen Typ handelt es sich und welche Arbeitsweise bringt er/sie mit? Dazu zählen auch Fragen nach den jeweiligen Arbeitsschwerpunkten, sowie konkrete Fallbeispiele. Die Perspektive der Selbsteinschätzung aus dem Online-Verfahren ist dabei oft auch für den/die Coach selbst spannend.

 

Raphaela: Was ist euch bei den Coaches besonders wichtig?

 

Birgit: Natürlich sind für uns die „hard facts“ von mindestens fünf Jahren facheinschlägiger Erfahrung, 110 Stunden abgeschlossener Ausbildung, sowie ein Schwerpunkt auf Leadership Coaching essenziell. Ideal ist es zudem, wenn der/die Coach auch selbst Erfahrung als Führungskraft mitbringt. Für uns ist aber vor allem auch seine/ihre jeweilige Methodenkompetenz wichtig. Dabei interessiert uns besonders: Auf welche Schwerpunkte hat sich der/die Coach spezialisiert und mit welchen Coachees hat er/sie bereits die meiste Erfahrung? Dabei gehen wir stark in die Praxis und besprechen konkrete Beispiele und typische Anlassfälle.

 

Raphaela: Die vierte und letzte Phase des 4-stufigen Auswahlprozesses besteht aus dem Einholen von Referenzen, meist in Form eines schriftlichen Onlinefragebogens. Dabei werden ehemalige Coachees über die bisherige Zusammenarbeit mit dem/der jeweiligen Coach befragt. Was steht dabei im Fokus?

Das Auswahlverfahren unserer Coaches: Worauf kommt es an? - Grafik 7

 

Birgit: Ein achtsamer Umgang mit den eingeholten Referenzen bildet für uns die Basis – wir fragen niemals nach Inhalten und Themen, die mit dem/der Coach besprochen wurden. Schließlich geht es hier um ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Coachee. Auf einer reinen Prozessebene haben wir so die Gelegenheit vom befragten Coachee zu erfahren, wie sich der/die Coach aus der Sicht der Kundenperspektive in der Praxis verhält. Dabei steht im Fokus, wie zufrieden der befragte Coachee mit dem Coaching war, was im Prozess als besonders hilfreich empfunden wurde und ob er/sie irgendwo Verbesserungsbedarf sieht. Die dabei gewonnenen Ergebnisse sind auch für die Coaches selbst ein gutes Feedback. Hier geht es uns vor allem um den bleibenden Impact des Coachings.

 

Raphaela: Warum ist es für euch, neben dem Nachweis der Qualität der Coaches, so essenziell, dass ihr alle Coaches persönlich gut kennt und einschätzen könnt?

 

Birgit: Setzen wir die durch den 4-stufigen Auswahlprozess gewonnenen Puzzleteile zusammen, erhalten wir schließlich ein multidimensionales Bild von dem/der Coach: Zum einen kennen wir nun die Selbsteinschätzung des Coaches durch das Online-Verfahren, dem gegenüber stellen wir unseren eigenen Eindruck davon, wie wir ihn/sie im persönlichen Gespräch wahrgenommen haben und zu guter Letzt wird dieses Bild noch durch die individuelle Erfahrungswerte der befragten Coachees vervollständigt. Für den perfekten Match von Coachee und Coach, ist es für uns sehr wichtig, die Coaches gut zu kennen und ihre Kompetenzen und Fachgebiete adäquat einschätzen zu können. Nur so können wir optimal auf die Bedürfnisse und Wünsche des jeweiligen Coachees eingehen.

 

Raphaela: Liebe Birgit, danke für die vielen spannenden Einblicke!